Ein letztes Mal den 1. FC Köln im Stadion sehen – das war der Wunsch, den Larsen Schubert noch auf seiner Liste hatte. Und diesen Wunsch erfüllten ihm die Kolleginnen und Kollegen des ASB Bayern mit großer Freude. Denn genau für diese Einsätze ist er gedacht, der Wünschewagen des ASB – schwersterkrankten Menschen letzte Wünsche zu erfüllen. Kurzerhand wurden Tickets für das Derby 1. FC Köln gegen Bayer 04 Leverkusen am 24. April im RheinEnergie Stadion besorgt. Was noch fehlte, war eine geeignete Unterkunft für das Team und den schwer Erkrankten, seine Familie sowie die Intensivpfleger.
Karla Müller, Einrichtungsleiterin des Norbert Burger Seniorenzentrums, war sofort zur Stelle und leitete alles in die Wege. „Natürlich machen wir mit und stellen ein Zimmer zur Verfügung“, sagt sie ohne Zögern. „Diese unvergessliche Aktion können wir nur unterstützen!“ Zimmer, Mahlzeiten und Pflegemittel waren schnell organisiert, sodass die Gäste eintreffen konnten.
Früh morgens startete die große Reisegruppe von der Intensivpflege-WG in Forchheim Richtung Köln. Der Wunschgast, drei Wunscherfüller, zwei Intensivpflegekräfte sowie die Ehefrau und ein Sohn machten sich auf den Weg in die Domstadt. Aufgrund des medizinischen Equipments und der vielen Gäste war auch noch ein zusätzliches Begleitfahrzeug unseres Fahrdienstes dabei. „Erster Zwischenstopp war das Norbert Burger Seniorenzentrum, in dem wir äußerst freundlich aufgenommen wurden“, sagt Projektleiterin Silke Tannhäuser vom ASB Forchheim. „Es gab sogar kleine Willkommens-Geschenke für unseren Fahrgast inklusive.“
Nach dem Transfer in seinen Elektrorollstuhl ging es für unseren Gast zum Derby Köln gegen Leverkusen – zwar endete das Spiel für den 1. FC Köln mit einer Niederlage, über das Tor für den FC freute sich unser Fahrgast aber trotzdem! Ein weiteres Highlight: Die FC-Stiftung hatte für ihn ein Trikot mit den Unterschriften aller aktuellen Spieler vorbereitet.
Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen – aber nicht, ohne vorher noch den Kölner Dom besichtigt zu haben. „In dessen Altarraum bekam Larsen Schubert noch den Segen vom Kölner Domkapitular“, sagt Silke Tannhäuser. „Glücklich und zufrieden machten sich alle auf den Nachhauseweg und kamen müde, aber glücklich in Forchheim an.“
Vielen Dank – wir haben euren Besuch sehr genossen.
Ihr ASB Köln