Jeck, herzlich und voller Lebensfreude: Am 13. Januar verwandelte sich das Seniorenzentrum Zollstockhöfe in eine kleine Karnevalshochburg. Dabei jagte ein Highlight das nächste und bescherte den Gästen einen unvergesslichen Nachmittag.

Um 15 Uhr war es schließlich so weit: Einrichtungsleiterin Angelika Nolte ergriff das Mikrofon und eröffnete gemeinsam mit Sigi Schaarschmidt, dem Präsidenten der KG Müllemer Junge – Alt-Mülheim e.V. von 1951, die Veranstaltung.

Max Biermann gedenkt Peter Horn
Kaum waren die begrüßenden Worte gesprochen, kündigte sich auch schon Max Biermann an. „Er ist nach inzwischen mindestens fünf Jahren eine feste Instanz bei unseren Sitzungen“, sagt Nolte. Mit kölschen Karnevalsklassikern sorgte er schnell für ausgelassene Schunkelstimmung und eine fröhliche Mitsingatmosphäre.

„Hier zu sein macht mir immer eine riesige Freude“, erklärte Max Biermann. „Ich bin bereits in der Oberstufe mit einem Freund in Senioreneinrichtungen aufgetreten. Das mache ich von Herzen gerne.“ In diesem Jahr schwang jedoch auch Wehmut mit: Peter Horn, ehemaliger Frontmann der kölschen Band De Höhner, war im vergangenen Jahr überraschend verstorben. „Normalerweise folgte Peter nach meinem Auftritt. Er fehlt – aber ich bin mir sicher, er schaut uns von seiner Karnevalswolke zu“, sagte Biermann.

Sessionsmotto Alaaf – Mer dun et för Kölle
Während der Musiker noch „Ich ben ne Räuber“ anstimmte, formierte sich im Hintergrund bereits das Kölner Kinderdreigestirn. Prinz Linus II., Bauer Jonathan und Jungfrau Phili sorgten für große Begeisterung unter den Gästen und präsentierten souverän ihr Sessionslied „Alaaf – Mer dun et för Kölle“.

Anschließend ergriff Angelika Nolte erneut das Wort. Das diesjährige Sessionsmotto nahm sie zum Anlass, um Danke zu sagen: „Ich möchte mich bei Amelie bedanken, die uns zweimal pro Woche unterstützt – ehrenamtlich und neben der Schule.“

Kurz darauf traf „Et Klimpermännche“ Thomas Cüpper ein. Mit seiner Quetsch begeisterte er das Publikum mit eigenen Kompositionen ebenso wie mit alten kölschen Krätzjen und Leedcher met Hätz un Siel.

Mit dem Einzug der Kindertanzgruppe Kölsche Dillendöppcher wurde schließlich deutlich, dass sich der jecke Nachmittag langsam dem Ende näherte. Mit ihren Tanzeinlagen sorgten sie für einen stimmungsvollen Abschluss. Ein besonderes Highlight war der Mottotanz: Kaum merklich verwandelten sich drei Tänzerinnen in Sinnbilder des Ehrenamts. Mit Schärpen verschiedener Vereine und Organisationen sowie Kostümen – unter anderem als Feuerwehrmann, Vereinstrainer und Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval – machten sie sich für ehrenamtliches Engagement stark. Zum Abschluss rollten sie ein Banner mit einem großen Herz aus.

Zum Ende der Veranstaltung sprach Angelika Nolte noch einmal ihren Dank aus: an Marlies Esser, die seit Jahren ehrenamtlich unterstützt, an Sigi Schaarschmidt für die unterhaltsame Moderation sowie an das Duo We-To, das die gesamte Feier musikalisch begleitete.

Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Veranstaltung. Ihr ASB Köln