Bereits pünktlich um 13 Uhr trafen die ersten Gäste ein. Über die Webseite hatten sie erfahren, dass der ASB Köln und fips Köln gemeinsam den Aktionstag „Erste Hilfe? Kann doch jeder!“ veranstalten. „Wir haben davon gelesen und wollten uns das mal anschauen und ausprobieren“, erzählt ein Vater.

Erste Hilfe für die Jüngsten
Neugierig erkundeten die Kinder die verschiedenen Stationen. In einem separaten Raum zeigten die Mitarbeiterinnen von fips einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen für Kinder. „Denn bereits Kinder ab drei Jahren können bei kleineren Notfällen helfen“, sagt Melanie Hildebrandt, Pflegedienstleiterin Kinderkrankenpflege von fips. „Pflaster kleben, einen Verband anlegen oder Hilfe holen – das können Kindergartenkinder schon.“
Am Stand im großen Saal informierten Mitarbeitende darüber, welche Unterstützung fips Familien bietet – und dass fips auch Erste-Hilfe-Kurse für Kitas sowie Angebote für Kindergeburtstage durchführt“, ergänzt Melanie Hildebrandt.

Praxis an der Notfallausbildungsstation
Wenig später kehren drei Kinder mit verbundenen Armen und frisch bestandenem Pflasterführerschein zurück. Ihre Eltern finden sie an der Station der Notfallausbildung wieder. Dort erklärt Dozent Leon Korthaus, wie eine verunfallte Person richtig angesprochen wird und welche Handgriffe nötig sind, um sie in die stabile Seitenlage zu bringen. Wissbegierig hören die Kinder zu und dürfen anschließend die Herz-Druck-Massage an der Übungspuppe ausprobieren. Viodora Nikolova, Abteilungsleiterin Notfallausbildung, freut sich über das große Interesse: „Es ist toll zu sehen, wie viele unser Angebot ausprobieren.“

Die ASJ Köln stellt sich vor
Gegenüber präsentiert sich die ASJ Köln. Freiwilligenkoordinatorin Leonie von Reisenauer baut die Jugendorganisation des ASB Köln derzeit auf. Bei kleinen Spielen erkunden die jungen Besucherinnen und Besucher die Ausrüstung aus dem Rettungsdienst und können ihr Wissen bei einem Erste-Hilfe-Glücksradquiz testen. „Im Januar wollen wir richtig loslegen“, sagt sie. „Mitmachen können alle ab zwölf Jahren. Wir planen coole Aktionen rund um Erste Hilfe und Katastrophenschutz und freuen uns über alle, die Lust haben, dabei zu sein.“

Vakuummatratze im Selbsttest
Etwas abseits, aber ein echtes Highlight: die Vakuummatratze. Wer wollte, konnte sie am eigenen Körper ausprobieren und erleben, wie sie bei schwer verletzten Personen eingesetzt wird. Direkt daneben wurden Vitalwerte gemessen. Guido Hertling, Geschäftsführer des ASB Köln, sowie Inge Laskowsky, Vorstandsmitglied des ASB Köln und Mitgründerin von fips Köln, nutzten die Gelegenheit und ließen sich das moderne Messgerät anhand ihrer eigenen Sauerstoffsättigung und Blutdruckwerte erklären. „Das Thema ist so wichtig“, betont Guido Hertling. „Routine ist entscheidend. Wer sich schon in jungen Jahren mit Erste Hilfe beschäftigt, hat später weniger Hemmungen. Denn nur wer im Ernstfall nicht handelt, handelt falsch.“  Inge Laskowsky pflichtet ihm bei und hebt die Bedeutung des Tages hervor: „Eine wirklich sehr gelungene Veranstaltung. Hier wird das Thema Erste Hilfe fachlich kompetent und gleichzeitig spielerisch vermittelt.“

Entdeckungstour im Rettungswagen
Besonders beliebt war auch der Rettungswagen, den die Kinder besichtigen konnten. Markus Haas aus der Notfallausbildung erklärte die moderne Technik des Fahrzeugs: Wo sich die Messgeräte und Medikamente befinden und wie die hydraulische, automatisch einfahrende Trage funktioniert. Die Kinder kletterten begeistert hinein, stellten neugierige Fragen und probierten vieles selbst aus.

Kreative Erinnerungen
Zum Abschluss wartete im kleinen Saal ein kreatives Angebot: Hier konnten die Kinder malen, kleine Rettungswagen aus Papier basteln oder eigene Buttons gestalten. Mit diesen Andenken, bunten Aufklebern und Luftballons verließen die Besucherinnen und Besucher die Veranstaltung. Kurz nach 17 Uhr packten alle gemeinsam wieder mit an – und ein. Der Tag war rundum gelungen – darin waren sich alle einig.

Ihr ASB Köln und fips Köln